Der deutsche Automobilkonzern Porsche zieht sich im Zuge seiner Sparmaßnahmen stärker auf das eigene Kerngeschäft zurück und schließt die Werke von drei Tochterunternehmen. Wie der Sportwagenhersteller aus Stuttgart mitteilte, sollen die Batteriegesellschaft Cellforce, die eBike Performance GmbH und die Software-Tochter Cetitec nicht fortgeführt werden. Die Entscheidung sei von Vorstand und Aufsichtsrat getroffen worden.
Von den Schließungen sind Unternehmensangaben nach rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Bereits vor zwei Wochen hatte Porsche angekündigt, sich von weiteren Beteiligungen trennen zu wollen – darunter auch von seinem Anteil an der Luxus-Sportwagenmarke Bugatti.
Festo streicht 1.300 Stellen in Deutschland
Nur etwa 15 Kilometer südwestlich des Porsche-Stammwerks in Stuttgart-Zuffenhausen baut auch der deutsche Industrieanlagenhersteller Festo Stellen ab. In Deutschland sollen dem Unternehmen nach rund 1.300 Stellen gestrichen werden. Das Familienunternehmen aus Esslingen begründet diesen Schritt mit veränderten Marktbedingungen, wachsendem Konkurrenzdruck aus Asien sowie geopolitischen Belastungen.
Nach Unternehmensangaben sollen die Strukturen in Deutschland gestrafft werden, um den finanziellen Spielraum für den Umbau zu schaffen. Weltweit strebt Festo Einsparungen von rund 200 Millionen Euro pro Jahr an. Auch an Standorten im Ausland sollen Stellen wegfallen, wie Vorstandschef Thomas Böck laut der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten sagte. Eine Schließung deutscher Standorte schloss Böck jedoch aus. Auch künftig sollen alle Produktionsstätten des Unternehmens in Deutschland erhalten bleiben.
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