Dass Friedrich Merz heute Bundeskanzler ist, hat auch damit zu tun, dass die frühere CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer 2019 als Parteichefin und Kanzlerkandidatin hinwarf, nachdem ihre Thüringer Parteifreunde zusammen mit der AfD Thomas Kemmerich zum Kurzzeitministerpräsidenten wählten. Was denkt die frühere Parteichefin über Minderheitsregierungen und die AfD? Wir treffen sie in ihrem Berliner Büro.
DIE ZEIT: Frau Kramp-Karrenbauer, hält die schwarz-rote Regierung durch?
Annegret Kramp-Karrenbauer: Sie hält. Bei aller politischen Unterschiedlichkeit, da sind keine Hasardeure am Werk. Vielen in Union und SPD ist sehr bewusst, was auf dem Spiel steht. Diese Regierung führt die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, eines der wichtigsten Länder in Europa und in der Nato.
