Die Frage drängte sich nach dem Halbfinalrückspiel in der Champions League natürlich auf: Hätte Paris Saint-Germain nach dem Handspiel von Nuno Mendes, das der Schiedsrichter nicht bestrafte, mehr als 70 Minuten in Unterzahl spielen müssen, wie wäre das Spiel dann wohl verlaufen? Im Sinne der Münchner natürlich, wollten die meisten suggerieren.

Das kann sehr gut sein. Doch es bietet sich auch eine andere Perspektive an, auf die man spätestens in der 70. Minute kommen konnte. Da fing Chwitscha Kwarazchelia tief in der Münchner Hälfte einen schwachen Pass von Michael Olise ab. Kwarazchelia fand sich nach dieser Eroberung in einer eigentlich wenig aussichtsreichen Situation wieder: zwei Pariser gegen fünf Münchner. In einer Pariser Unterzahl hätte es viele solcher Momente gegeben.