Nach dem dramatischen Einzug ins Halbfinale der Champions League geht Füchse-Chef Bob Hanning in die Offensive und peilt den ersten Königsklassen-Triumph der Vereinsgeschichte an. «Ich würde mich nicht wundern, wenn wir die Champions League gewinnen. Dieses Spiel ist dafür der Schlüssel», sagte der Vereins-Boss der Berliner Handballer nach dem dramatischen Siebenmeter-Krimi im Viertelfinale gegen Veszprem HC.
In einer Nervenschlacht mit zahlreichen Wendungen standen die Füchse trotz einer zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Führung am Ende vor dem Aus und retteten sich gerade so ins Siebenmeterwerfen. Welthandballer Mathias Gidsel verwandelte den entscheidenden Wurf vom Punkt und ließ die Berliner weiter vom größten Erfolg ihrer Historie träumen. Im Vorjahr scheiterte der Hauptstadt-Club im Finale am Bundesliga-Konkurrenten SC Magdeburg.
«Es zeigt, wir sind ein absoluter Spitzenverein. Das war kein Zufall letztes Jahr. Ich hoffe, wir machen das Final Four nochmal grün», appellierte der dänische Weltmeister und Olympiasieger an die Füchse-Fans.
Hanning: «Glaube, dass das maximal hilft»
Für Hanning ist vor allem die Chemie im Team entscheidend für den Erfolg. «Die Spieler verstehen sich untereinander. Die Atmosphäre zwischen Mannschaft und Trainer könnte nicht besser sein. Alle haben ein Ziel. Alle außer Fabi sind wieder gesund. Es gibt kein Argument, was mir gerade einfällt, warum wir die Champions League nicht gewinnen sollten», bekräftigte Hanning.
Dabei soll die Erfahrung, in Köln bereits einen Titel geholt zu haben, helfen. Vor wenigen Wochen krönte sich der deutsche Meister im Handball-Tempel zum Pokalsieger. «Ich glaube, dass das maximal hilft. Du fährst in etwas, was du kennst», befand der 58-Jährige.
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