Die
iranische Regisseurin Mahnaz Mohammadi verarbeitet in ihrem Film »Roya«, der nun im deutschen Kino anläuft, eigene Erfahrungen aus
dem Ewin-Gefängnis – als beklemmenden Albtraum aus Geräuschen,
Dunkelheit und Gewalt. Nach der Berliner Vorführung blieben viele
Zuschauerinnen und Zuschauer nach dem Abspann erschüttert sitzen. DIE ZEIT sprach mit der 50-jährigen Filmemacherin in Berlin.
DIE ZEIT: Frau Mohammadi, in Ihrem neuen Film Roya
geht es um eine Dozentin, die verhaftet wird, weil sie ihre
Studentinnen zum Protest gegen das System angestiftet haben soll. Teile
des Films haben Sie im Iran gedreht – während Sie mit einem Berufsverbot
belegt waren, ohne Genehmigung, im Untergrund. Wie verändert sich das
Filmemachen, wenn bereits der Dreh selbst zu einem Akt des Widerstands
wird?
