Begleiten statt Kontrollieren, Verständnis statt Autorität, Co-Regulieren statt Bestrafen – Millennial-Eltern wollten mit ihren Kindern alles anders machen. Und sie haben ihren hohen Erziehungsanspruch auch lang durchgehalten – auch, wenn sie dabei oft an ihre Grenzen und manchmal darüber hinaus gingen. Denn dem Ideal des Gentle Parenting treu zu sein, bindungsorientiert und sanft zu erziehen, das ist alles andere als leicht.
Nun regt sich ausgerechnet bei den Eltern dieser Generation ein neuer Wunsch nach Strenge. Warum? Ist die einfühlsame Pädagogik nach hinten losgegangen, nicht zuletzt, weil sie einfach zu anstrengend ist? Oder führt die politische Zeitenwende auch zu einer Zeitenwende in Erziehungsfragen? Und schaffen es heutige Eltern, die ihre Kinder bisher von Strafen, Time-outs und harten Konsequenzen verschont hatten, die neue Strenge überhaupt umzusetzen? Darüber sprechen Nina Pauer und Lars Weisbrod, beide selbst Millennial-Eltern, in der neuen Folge des Feuilletonpodcasts Die sogenannte Gegenwart.
Shownotes:
- Der Aufsatz »Erziehung nach Auschwitz« von Adorno
- Die CDC zu Time-outs
- Der Text von Caroline Rosales
- Der Guardian über FAFO
- Der Text von Tillmann Prüfer
- Die Studie zu Gentle Parenting
- Millennial- und Boomer-Mutter-Reel
