
Anti-christliche und Anti-Trump-Rhetorik in sozialen Medien
Donald Trump hat im Gespräch mit dem Sender Fox News Medienberichte bestätigt, wonach der mutmaßliche Täter ein Manifest hinterlassen hat. „Der Mann ist krank“, sagte Trump am Sonntagmorgen, „wenn man sein Manifest liest – er hasst Christen. Das ist ganz sicher.“ Die Geschwister des Täters hätten sich sogar bei den Strafverfolgungsbehörden darüber beschwert. Amerikanische Medien hatten zuvor berichtet, der Mann habe ein solches Schreiben im Hotelzimmer hinterlassen. Darin soll auch gestanden haben, dass er es auf Mitglieder der Regierung Trumps und den Präsidenten selbst abgesehen hatte.
Die „New York Post“ berichtete am Sonntag, der Schütze habe Familienmitgliedern das Manifest etwa zehn Minuten vor dem Angriff geschickt. Darin soll er sich selbst als „Friendly Federal Assassin“ bezeichnet und angegeben haben, er wolle Mitglieder der Trump-Regierung töten. Weiter heißt es demnach: „Ich bin kein Schulkind, das in die Luft gesprengt wurde, kein hungerndes Kind und keine Teenagerin, die von den vielen Kriminellen in dieser Regierung missbraucht wurde.“ Es sei nicht christlich, die andere Wange hinzuhalten, wenn jemand unterdrückt werde. Das sei „Mittäterschaft an den Verbrechen des Unterdrückers“. Ein Angehöriger soll das Schreiben an die Polizei übergeben haben.
Außerdem verbreitete der Mann offenbar anti-christliche und Anti-Trump-Rhetorik auf seinen Kanälen in den sozialen Medien. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf die Schwester, er habe regelmäßig auf einem Schießstand trainiert. Der mutmaßliche Täter hatte am Samstagabend insgesamt fünf bis acht Schüsse abgefeuert, bevor die Sicherheitsbeamten ihn stoppten. Ein Beamter wurde dabei angeschossen, überstand den Angriff wegen einer schusssicheren Weste jedoch mit leichten Verletzungen.
