
Die Hinweise, die eine kalifornische Grand Jury in den vergangenen Monaten prüfte, haben offensichtlich gereicht. Mit mehreren Streifenwagen fuhren Beamte des Los Angeles Police Department (LAPD) am Donnerstag in die Hollywood Hills, um den Sänger D4vd zu verhaften. Videos des Einsatzes zeigten, wie mehrere schwerbewaffnete Ermittler den 21-Jährigen in Handschellen aus einer Villa führten. Wie das LAPD später mitteilte, wurde D4vd, bürgerlich David Anthony Burke, wegen des Verdachts festgenommen, die 14 Jahre alte Schülerin Celeste Rivas ermordet zu haben.
Der zerstückelte Körper des Mädchens war Anfang September in Los Angeles im Kofferraum eines Autos entdeckt worden, das laut Gerichtsakten in Texas auf Burkes Namen zugelassen war. Der Betreiber eines Abschlepphofs, auf dem der Wagen stand, hatte zuvor die Polizei gerufen. Er meldete damals einen auffälligen Geruch in der Nähe des Wagens. Wie jetzt bekannt wurde, fanden die Beamten in dem Auto zwei Plastiktüten mit Leichenteilen. In einer Tüte befanden sich Kopf und Torso, in einer weiteren Arme und Beine. Die Überreste konnten der Schülerin aus Lake Elsinore, etwa 150 Kilometer südöstlich von Hollywood, zugeordnet werden.
In einem Musikvideo hievt D4vd eine Leiche in einen Kofferraum
Die 14-Jährige war in den Monaten zuvor mehrmals von ihren Eltern vermisst gemeldet worden. Ermittlungen ergaben zudem, dass Celeste wiederholt einen Freund mit dem Namen David getroffen hatte. Wie der Sänger trug sie auf dem rechten Ringfinger die Tätowierung „Shhhh“. Ein Video, das jetzt online auftauchte, zeigte sie zusammen mit D4vd bei Witzeleien über seine angeblichen „Vergewaltigungen von Kindern“. Laut den kalifornischen Gesetzen gilt Geschlechtsverkehr mit Jugendlichen, die den 18. Geburtstag noch nicht erreicht haben, als Vergewaltigung.
Nach den ersten Ermittlungen im vergangenen Herbst hatte D4vd seine geplante Welttour und weitere Auftritte vorerst abgesagt. In dem Titel „Celeste“ hatte er zuvor über ein Mädchen gesungen, das sich seinen Namen auf die Brüste tätowieren ließ. Das Video zu dem 2023 veröffentlichten Titel „One More Dance“ zeigte den New Yorker, wie er mit blutiger Kleidung unterstützt von zwei Freunden einen Leichnam in den Kofferraum eines Autos hievte.
