Kurz nach Mitternacht hat der angekündigte Streik von Pilotinnen und Piloten der Deutschen Lufthansa begonnen. Auch deren Tochtergesellschaften Lufthansa Cargo und Cityline sind betroffen und sollen bis Dienstag kurz vor Mitternacht bestreikt werden.
Beim Ferienflieger Eurowings sollen nur an diesem Montag Abflüge von
deutschen Flughäfen bestreikt werden.
An den größeren deutschen Flughäfen wurden wegen
des 48-stündigen Pilotenstreiks mehrere Flüge von und nach Frankfurt am Main sowie von und nach München gestrichen, teilten mehrere Airports mit.
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) erwartet, dass Hunderte Flüge pro Tag
ausfallen.
Eurowings ging am Sonntag davon aus, “einen
großen Teil” des Flugprogramms durchführen zu können. Neben Eurowings
Europe rechne die Airline mit Unterstützung von Partner-Airlines, teilte die Ferienfluggesellschaft mit. Passagiere wurden zuvor gebeten,
sich bei ihrer Airline über den aktuellen Status ihres Fluges zu
erkundigen.
Vierte Streikwelle der Lufthansa in diesem Jahr
Es handelt sich bereits um die vierte Streikwelle bei
der Lufthansa in diesem Jahr. Erst vor drei Tagen verursachte ein Streik des Kabinenpersonals zahlreiche Flugausfälle bei Deutschlands größter
Airline. Die Kabinengewerkschaft Ufo hatte etwa 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zum Ausstand aufgerufen, um in den Tarifkonflikten der Lufthansa-Kernmarke und der Regionaltochter Cityline den Druck zu erhöhen.
Ein Tarifstreit ist auch Grund für den aktuellen Pilotenstreik der
VC. Dort geht es vor allem um die betriebliche
Altersversorgung der Pilotinnen und Piloten und die Vergütung bei der Regionaltochter Cityline. Im
Tarifstreit über die betriebliche Altersvorsorge legen die
Cockpit-Beschäftigten der Lufthansa bereits zum dritten Mal in diesem
Jahr die Arbeit nieder. Die Lufthansa kritisierte, die Streikankündigung
der Spartengewerkschaft VC stelle eine völlig neue Stufe der Eskalation
dar. Zuletzt streikten die Piloten Mitte März und legten hunderte Flüge lahm. Im Februar gab es ebenfalls einen 24-stündigen Streik.
Angesichts der aktuellen Situation im
Nahen Osten sind Flüge von Lufthansa und Lufthansa Cityline aus
Deutschland zu folgenden Destinationen vom Streik laut VC ausgenommen:
Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar,
Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigte Arabische
Emirate.
