Alexander Zverev kommt in diesen Tagen schon mal mit dem Elektroroller zur Arbeit. Das Masters in Monte Carlo ist längst das Heimturnier für den gebürtigen Hamburger, der wie so viele andere Tennisprofis seit etlichen Jahren in Monaco lebt. Hier ist das Leben süß, das Wetter gut und die Trainingsbedingungen quasi im gesamten Jahr perfekt. Zudem sind die Wege für den Achtundzwanzigjährigen kurz. Da reicht auch mal sein schwarzer E-Flitzer für die Anreise zum Turniergelände.
Deutlich länger brauchte Zverev am Freitagmittag jedenfalls, um bei dem ersten 1000er-Turnier der Sandplatzsaison die nächste Runde zu erreichen. Gegen den hochtalentierten Brasilianer João Fonseca kämpfte sich Zverev nach fast drei Stunden zu einem Sieg mit 7:5, 6:7 (3:7), 6:3.
Nun steht der Deutsche im Halbfinale. Zum sechsten Mal bei den vergangenen sieben Masters-Turnieren auf der Tour. Zuletzt war dort in Indian Wells und Miami allerdings jeweils gegen Jannik Sinner Schluss gewesen. Und auch diesmal wird er es wieder mit dem derzeit alles überragenden Italiener zu tun bekommen.
„Es wird hoffentlich eine gute Sandplatzsaison für mich, aber ich muss mich weiter verbessern“, sagte Zverev nach dem Sieg gegen Fonseca. „Manchmal stimmt mein Timing noch nicht ganz. Aber es ist die erste Woche für uns.“ Dafür zeigte Zverev auch gegen den Brasilianer seinen neuen Mut zur Offensive und spielte in wichtigen Momenten besonders druckvolles Tennis.
Nun hat er sich nach eigenem Empfinden eine kleine Auszeit verdient. „Vielleicht spiele ich etwas Padel oder etwas Golf“, sagte er. Was man eben so macht, wenn man als dauerreisender Tennisprofi ausnahmsweise mal zu Hause ist.
