Am Ostermontag scheint die Sonne über dem südwestlichen Zipfel Zyperns, es ist schon fast Sommer, als plötzlich eine tiefschwarze Wand am Himmel steht, lichtdicht und blickdicht. Verwirrte Blicke nach oben: Was ist das jetzt? Kurz darauf beginnt es zu schütten, und das Wasser schießt knöcheltief die staubigen Straßen von Pegeia hinab. Ach, nur Regen.

Der Himmel über Zypern steht unter Beobachtung, seit am 2. März eine Drohne, der Hisbollah wohl, den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri traf, gleich um die Ecke vom Flughafen Larnaka. Wer hier zu Ostern Urlaub machen wollte, überlegte es sich lieber noch mal. Von 70 Prozent Stornierungen ist die Rede; so sind die auf britischen Massentourismus ausgelegten Hotels und Restaurants in diesen Tagen nahezu leer.