Wegen der geplanten Entschärfung einer 500-Kilogramm-Bombe in Koblenz müssen rund 1.100 Menschen ihre Häuser verlassen. Seit 8.30 Uhr ist der Evakuierungsbereich, 1.000 Meter rund um den Gülser Moselbogen, gesperrt, wie die Stadt mitteilte. Einsatzkräfte kontrollieren nun, ob alle Menschen den Sperrkreis verlassen haben.
Die Bombe war bei Baggerarbeiten im Rhein gefunden worden. Es handelt sich dabei um eine 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem intakten und einem abgebrochenen Zünder, wie die Stadt informierte. Sie befindet sich zurzeit auf einem Baggerschiff in einer Moselschleuse.
Laut dem Kampfmittelräumdienst darf der Blindgänger nicht vom Schiff umgelagert werden, sondern muss dort entschärft werden. Am ursprünglichen Fundort im Rhein hätten laut Stadtverwaltung rund 16.000 Personen sowie mehrere Einrichtungen evakuiert werden müssen.
Kita und Campingplatz müssen geräumt werden
Betroffen sind den Angaben zufolge ein Teil des Stadtteils Lay, die dortige Kindertagesstätte sowie der Campingplatz Güls, der Sportboothafen, die Bahnstrecke entlang der Mosel und die Bundesstraßen 416 und 49. Die Bundesstraße 327 (Hunsrückhöhenstraße) werde befahrbar bleiben.
Für zu betreuende Kinder aus der Kindertagesstätte und weitere Betroffene sollen im Stadtteil Lay Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen werden. Die Evakuierung begann um 8.30 Uhr.
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