Die Surfwelle im Englischen Garten in München ist wieder nahezu verschwunden. Zuvor hatte es wieder eine Welle im Eisbach gegeben. Es gab Vermutungen, dass Surf-Aktivisten ohne Genehmigung Gegenstände unter Wasser platziert hatten.
Seit das Bachbett im vergangenen Herbst ausgekehrt wurde, funktioniert die Welle nicht mehr wie früher. Surfer gehen davon aus, dass sich bei der Kehraus-Aktion etwas am Untergrund und damit an dem sensiblen Strömungsgefüge verändert hat. Seither wird diskutiert, wie die Welle wieder stabil surfbar gemacht werden kann. Einige offizielle Versuche blieben erfolglos.
Nach Angaben von Surfern und laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung soll diesmal ein Gitter in Eisbach versenkt worden sein, das an einem graugrünen Seil auf der in Fließrichtung rechten Seite montiert war – und das Wasser wieder zum Aufbäumen brachte. Das Gitter soll nun wieder verschwunden sein. Die Welle brach nicht
sofort zusammen, am Ostermontag war sie aber wieder nahezu komplett weg.
Sei seit langem führt der Bach wieder deutlich mehr Wasser; auch das sei eine Voraussetzung für die Welle, sagte Surf Club-Mitglied Klaus Rudolf. “Man sieht auf jeden Fall, dass ordentlich Wasser da ist, etwa 23 oder 24 Kubikmeter pro Sekunde. Der Pegel schwankte zwischen 140 und 150 Zentimetern. Das wäre unsere Wunschhöhe. Mit dem Pegel können alle, die es können, sehr gut surfen.”
“In zwei Stunden wäre die Sache erledigt”
Die Welle war ein wichtiges Thema im Kommunalwahlkampf. Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) kündigte nach seiner Wahl an, dass die Welle spätestens zum Beginn der Sommerferien wieder freigegeben werden soll.
Der Präsident des Surf Club München, Martin Grün, forderte eine schnelle Lösung. “In zwei Stunden wäre die Sache erledigt, und der Oberbürgermeister wäre ein Problem los”, sagte Grün. “Wir wissen ganz genau, wie man die Welle wieder herstellen kann. Wir haben seit 30 Jahren Erfahrung.”
