An den traditionellen Ostermärschen haben sich in diesem Jahr nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative bundesweit mehrere zehntausend Menschen beteiligt. In mehr als 100 Städten seien Menschen für Frieden und Abrüstung auf die Straße gegangen, hieß es. Am Ostermontag waren unter anderem Demonstrationen in Frankfurt am Main, Hamburg und Nürnberg geplant. Der dreitägige Ostermarsch Rhein-Ruhr, der in Duisburg gestartet war, führte zum Abschluss nach Dortmund.
Bereits am Samstag hatten laut Polizei allein in Stuttgart etwa 3.000 Menschen an einem Ostermarsch teilgenommen, auch in Berlin zählte die Polizei mehr als 1.000 Demonstranten.
Gegen Wiedereinführung der Wehrpflicht
Die rege Beteiligung zeige, dass der Wunsch nach einer nachhaltigen Friedenspolitik fest in der Mitte der Gesellschaft verankert sei, sagte Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative in Bonn. «Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich konsequent auf Diplomatie statt auf Aufrüstung zu setzen.»
Im Fokus der Proteste standen die Forderung nach einem Waffenstillstand in der Ukraine und im Nahen Osten. Zudem protestierten die Teilnehmer gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Europa und eine Wiedereinführung der Wehrpflicht. Unter den Rednerinnen und Rednern seien vielerorts auch junge Menschen gewesen, die sich für die Ablehnung der Wehrpflicht engagierten.
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