Der Luchs konnte erfolgreich wieder im Harz angesiedelt werden. Das sagte Projektkoordinator Ole Anders vom Nationalparks Harz der Nachrichtenagentur epd. Das Projekt Harz sei das erste offizielle Wiederansiedlungsprojekt für Luchse in Deutschland. Begonnen wurde damit im Jahr 2000. Zuvor galt der Luchs dort 200 Jahre als ausgestorben.

Im Oberharz westlich vom Brocken seien bis zum Jahr 2006 insgesamt 24 eurasische Luchse ausgewildert worden. Mithilfe großflächig eingesetzter Fotofallen konnte mittlerweile ein Bestand von rund 90 Tieren im gesamten Harz dokumentiert worden.

Im Winter wurden bei fünf Attacken eines Luchses auf Schafherden im Südharz 27 Schafe getötet. Laut Anders habe es zuvor nur selten vereinzelte Risse durch Luchse gegeben. Dass ein einzelner Luchs in so kurzer Zeit eine so hohe Zahl von Schafen tötet, habe er in seiner 25-jährigen Praxis noch nicht erlebt.

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