Auch an den Osterfeiertagen hat Israel im Libanon Angriffe durchgeführt. Insgesamt sollen seit Kriegsbeginn bereits rund 1.368 Menschen getötet worden sein. Israels Armee greift dabei vor allem die Vororte der Hauptstadt Beirut an, in denen die Hisbollah mutmaßlich viele Unterstützerinnen und Unterstützer hat. Israels Armee spricht von Angriffen gegen “Terrorinfrastruktur”, hat jedoch bisher keine Belege dafür vorgelegt. Auch Gesundheitseinrichtungen und Krankenwagen werden angegriffen. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz kündigte an, etwa 30 Kilometer libanesisches Staatsgebiet bis zum Fluss Litani besetzen zu wollen. Außerdem will Israel die Rückkehr Hunderttausender Geflüchteter in das Gebiet verhindern. Für die ZEIT berichtet Stella Männer aus dem Libanon, wieso viele Christen ihre Häuser nicht verlassen und wie sehr die Hisbollah tatsächlich geschwächt ist.
Russland hat seit Beginn des Krieges Zehntausende Kinder aus der Ukraine entführt. Ukrainische Behörden haben bereits 20.000 verschleppte Kinder dokumentiert. Die russische Beauftragte für Kinderschutz, Maria Lwowa-Belowa, spricht sogar von knapp 700.000 Kindern, die in Russland untergekommen seien. Es handele sich um Waisen, lautet die russische Propaganda. Das ist jedoch falsch, viele Kinder sind den Familien entrissen. Eine Mutter, die es geschafft hat, nach vier Jahren Krieg ihre Kinder aus russischer Entführung zu befreien, ist Tetjana Petriw. Ihr einjähriger Sohn und die zweijährige Tochter wurden zusammen mit weiteren 46 Kindern beim Rückzug der russischen Armee aus Cherson gekidnappt – sie sind die einzigen der Gruppe, die es zurückgeschafft haben. Wie Petriw es geschafft hat, ihre Kinder zurückzuholen und wieso Russland sie entführt hat, berichtet Olivia Kortas, Korrespondentin der ZEIT in der Ukraine.
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Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Mitarbeit: Mathias Peer und Benjamin Probst
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