
4. April 2026 · Auch Loriot ist jetzt ein Frankfurter: Sein Nachlass bereichert das Zentrum der deutschen Satirelandschaft.
Im November landete die Stadt Frankfurt einen Coup: Sie bekam den Nachlass von Loriot als Dauerleihgabe zugesprochen. Warum Frankfurt? Weil man dort besser als sonst wo auf der Welt weiß, dass Design auch Vergnügen bereiten kann. Das haben ein Dutzend brillanter Zeichner und Zeichnerinnen in den vergangenen 70 Jahren bewiesen, die Frankfurt zum Zentrum der bundesdeutschen Satirelandschaft gemacht haben. Und daran konnte dann auch die Familie des gebürtigen Brandenburgers und späteren Wahlbayern Vicco von Bülow alias Loriot nicht vorbei: Während München, das eigentlich erste Wahl für den Nachlass gewesen war, sich wählerisch zeigte und eine Zusage jahrelang verschleppte, machte man in Frankfurt Nägel mit Köpfen, als die Loriot-Erben schließlich die Geduld mit der bayerischen Landeshauptstadt verloren hatten.
Erst gab es in Frankfurt Ende 2024 eine Loriot-Ausstellung im Caricatura-Museum der Stadt, die alle Besucherrekorde brach, und dann zwölf Monate später die Verkündung, dass nunmehr alles von Loriot hierherkommen werde. Schon im laufenden Jahr soll man erste Einblicke ins berühmteste humoristische Schaffen der Bundesrepublik bekommen.
