Die vor Monaten verschwundene Eisbachwelle im Englischen Garten in München hat sich wieder aufgebaut. Die bei Surfern berühmte stehende Welle zog am Karfreitag wieder Surfer und Schaulustige an. Die stabile Welle wird normalerweise durch die Beschaffenheit des Bodens im Flussbett und den daraus entstehenden Aufprall schnelleren, schießenden Wassers auf langsamer fließendes Wasser erzeugt.
Nach der Bachauskehr im vergangenen Herbst war die Welle jedoch verschwunden und baute sich seitdem nicht mehr stabil auf. Grund dafür war die Entfernung zu vieler Sedimente aus dem Bachbett. Seitdem haben Unbekannte immer wieder in Nacht-und Nebel-Aktionen illegale Einbauten unter Wasser gehängt, um die Welle wieder zu erzeugen. Ob dies auch der Grund für die unerwartete erneute Rückkehr der Welle ist, war zunächst unklar.
Die Eisbachwelle galt als weltweit
konstanteste und größte Flusswelle mitten in einer Großstadt. Sie ist seit 40 Jahren besurfbar. Nach einem
tödlichen Unfall vor einem Jahr war die Eisbachwelle vorübergehend gesperrt worden. Das Sicherungsseil einer 33-jährigen Surferin hatte sich im April 2025 unter Wasser verhakt und die Frau unter Wasser gedrückt.
Langfristig sollte die Welle dennoch wiederhergestellt und zum Surfen freigegeben werden. Münchens designierter Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) kündigte dies vor wenigen Tagen spätestens zum Start der Sommerferien an. Eine Entscheidung der Stadt, wie die Welle wieder reaktiviert und stabil gemacht werden solle, gab es dazu demnach noch nicht.
