Die Führung des italienischen Fußballverbands (FIGC) hat nach der erneut verpassten Fußballweltmeisterschaft Konsequenzen gezogen. Sowohl Verbandspräsident Gabriele Gravina als auch Sportchef Gianluigi Buffon haben zwei Tage nach der 3:5-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Bosnien-Herzegowina ihren Rücktritt erklärt.
Wie Buffon mitteilte, habe er seinen Rücktritt intern schon eine Minute
nach dem Ende des Spiels erklärt. Er hatte seit September 2024 neben
seiner Rolle als Delegationsleiter auch als Sportdirektor gearbeitet.
Die Personalie Gravina war dagegen in Italien schnell zum Politikum geworden. Zunächst hatte die zweitstärkste Regierungspartei Lega den Rücktritt des 72-Jährigen gefordert. Später sprach sich auch Sportminister Andrea Abodi für eine Demission des seit 2018 amtierenden Verbandschefs aus. Teile des Parlaments schlossen sich dieser Forderung an.
“Es ist offenkundig, dass der italienische Fußball neu aufgebaut werden muss. Dieser Prozess muss mit einer Erneuerung der Verbandsspitze beginnen”, sagte Abodi. Als aussichtsreicher Kandidat für Gravinas Nachfolge gilt Giovanni
Malagò, Ex-Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (CONI).
Offen ist hingegen die Zukunft von Italiens Nationaltrainer Gennaro Gattuso. Er war zwar wie Delegationschef Gianluigi Buffon von Verbandschef Gabriele Gravina zunächst zum vorläufigen Bleiben gebeten worden, ein Aus spätestens im Sommer gilt aber als äußerst wahrscheinlich. Als mögliche Nachfolger gelten Antonio Conte, der zurzeit die SSC Neapel trainiert, oder Roberto Mancini, Italiens Europameistertrainer von 2021.
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