Das moldauische Parlament setzt seinen proeuropäischen Kurs fort. 60 von 101 Abgeordneten stimmen für einen Austritt aus dem von Russland dominierten Bündnis GUS.
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Die Republik Moldau tritt endgültig aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) aus. Das Parlament in Chișinău teilte den Austritt aus dem von Russland dominierten Bündnis auf seiner Website mit. Demnach stimmten 60 von 101 Abgeordneten für eine Kündigung des Gründungsabkommens von 1991, des zugehörigen Protokolls und des Statuts der Ratifizierung von 1993.
Das moldauische Außenministerium hatte den Austritt eingeleitet. Begründet wird der Schritt damit, dass Russland die Unverletzbarkeit der Grenzen der Mitgliedstaaten unter anderem durch den Krieg gegen die benachbarte Ukraine missachte. Moskau habe zudem weiter gesetzwidrig Truppen in dem von Moldau abtrünnigen Gebiet Transnistrien stationiert. Moldau verfolgt unter Präsidentin Maia Sandu einen proeuropäischen Kurs.
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