Barbara Steiners jüngste Tochter ist gerne allein. Einladungen hat die inzwischen 20-Jährige schon als Kind ausgeschlagen, Gruppenaktivitäten gemieden, ihre Freundinnen trifft sie bis heute selten. Besorgt ist die Mutter deshalb nicht mehr.
“Ich sehne mich selbst überhaupt nicht nach einer Gruppe”, sagt Steiner. Als Kind seien Ferienkurse für sie eine Qual gewesen. “Ich habe dort fast ausschließlich geweint, keinen Kontakt aufgenommen und mich nicht beteiligt.” Als sie dieselben Gefühle in ihrer Tochter erkannte, fing sie an, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. “Ich dachte immer, ich bin nicht ganz normal.” Dabei fühlt sich Steiner wie ihre Tochter wohl mit sich selbst, und beide können sich gut alleine beschäftigen. Warum nur wurde das so wenig anerkannt?
