Wäre Kaywan Muzfer Qader nicht von einer Rakete getroffen worden, hätte er bald seinen ersten Hochzeitstag gefeiert. Kaywan war ein Peschmerga, ein Kämpfer im irakischen Kurdistan. Doch gekämpft hat er nie. Er wurde 21 Jahre alt.
“Wir sind umgeben von Feinden”, sagt Ahmed Muzfer Qader, der Vater von Kaywan und selbst ein Peschmerga. Er hat in den Siebzigerjahren mit den Iranern gegen die Truppen des irakischen Präsidenten Saddam Hussein gekämpft. Dann, 2014, war er an der Seite der US-Amerikaner Teil der sogenannten Anti-IS-Koalition; damals erwischte der Splitter einer Artilleriegranate seinen Rücken. Seitdem ist er von der Hüfte an abwärts gelähmt. Er hat dem Freiheitskampf seinen Körper geopfert – und jetzt seinen Sohn.
