Auf mehreren Social-Media-Kanälen des entmachteten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ist ein Post erschienen, in dem sich der von den USA entführte Staatschef bei seinen Anhängerinnen und Anhänger bedankt. “Es geht uns gut, wir sind standhaft, ruhig und im ständigen Gebet”, teilten Maduro und seine ebenfalls in New York inhaftierte Ehefrau Cilia Flores in der Botschaft mit, die auf X und auf Telegram veröffentlicht wurde.
Es ist das erste offizielle Statement seit dem Beginn von Maduros und Flores’ Inhaftierung in den USA vor knapp drei Monaten. Zunächst war unklar, ob Maduro die Botschaft selbst an seine Mitarbeiter
durchgegeben oder sie abgesegnet hatte. Nach Angaben aus seinem
Umfeld hat er in dem Hochsicherheitsgefängnis, in dem er inhaftiert ist,
keinen Zugang zum Internet. Er darf demnach höchstens 15 Minuten mit
seiner Familie oder seinen Anwälten telefonieren.
Maduro und Flores bedankten sich in der Mitteilung für die Solidarität und Unterstützung
ihrer Anhängerinnen und Anhänger. Sie hätten viele Nachrichten bekommen. “Jedes Wort der
Liebe, jede Geste der Zuneigung, jeder Ausdruck der Unterstützung füllt
uns die Seele und stärkt uns geistig”, hieß es in dem Posting.
Maduro steht in den USA vor Gericht
Maduro und Flores waren am 3. Januar bei einem Einsatz der US-Streitkräfte in Venezuelas Hauptstadt Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht worden. Seitdem befinden sie sich in Untersuchungshaft in einem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn.
Die US-Justiz wirft Maduro Drogenhandel, Terrorismus und Verschwörung zum Kokainimport vor, ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Maduro und Flores haben auf nicht schuldig plädiert. Maduro hatte Venezuela fast 13 Jahre lang autokratisch regiert.
