Als “moralischen Bankrott” bezeichnet Die Linke den Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Al-Scharaa. Dieser wird am Montag von Bundeskanzler Merz empfangen.
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Die Linkspartei hat den Antrittsbesuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa kritisiert. Das Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei “kein diplomatischer Schritt, sondern ein moralischer Bankrott”, sagte die außenpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Cansu Özdemir. Das syrische Regime sei “auf den Trümmern von al-Kaida-nahen Netzwerken errichtet” worden und werde nun von der Bundesregierung hofiert. Das alles passiere nur, um “endlich im großen Stil nach Syrien abschieben zu können”, sagte Özdemir.
Das ursprünglich für Januar geplante Treffen zwischen Merz und Al-Scharaa war kurzfristig von syrischer Seite verschoben worden. Damals hatte ein Regierungssprecher angekündigt, dass ein Thema die mögliche Rückkehr von in Deutschland lebenden syrischen Geflüchteten sei.
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