Tausende Menschen haben in Köln gegen sexuelle
Gewalt demonstriert. Angemeldet waren laut dem Kölner Stadt-Anzeiger nur 500 Teilnehmer, doch nach Angaben der Polizei versammelten
sich gegen 15 Uhr rund 6.000 Menschen. Die Organisatoren fordern mehr Schutz
vor sexualisierter Gewalt und stärkere Präventionsmaßnahmen. Die Kundgebung unter dem Motto “Gegen
Patriarchale Gewalt” wurde organisiert vom Aktionsbündnis Widersetzen Köln und der Feminist Law Clinic.
Das Thema bekommt aktuell mehr Aufmerksamkeit, nachdem die Schauspielerin Collien Fernandes Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen
publik gemacht hatte. Sie wirft ihm langjährige sexualisierte Gewalt
vor. Ulmens Anwalt teilte mit, es handle sich um eine einseitige Darstellung falscher Tatsachen.
Demonstranten fordern Änderung im Sexualstrafrecht
Auf Plakaten forderten die Demonstrantinnen und Demonstranten ein “Ende
patriarchaler Gewalt”, Solidarität mit Betroffenen und die Einführung
des Grundsatzes “Nur Ja heißt Ja” im Sexualstrafrecht. Damit wären
sexuelle Handlungen ohne klare Einwilligung strafbar.
Viele Teilnehmende der Kölner Demonstration hielten Schilder mit der
Aufschrift “Danke Collien” hoch, auf anderen Transparenten war Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz
zu lesen. Merz war vorgeworfen worden, das Problem der Gewalt gegen
Frauen herunterzuspielen und als Randphänomen darzustellen.
In der vergangenen Woche gab es bereits andernorts Demonstrationen gegen sexualisierte Gewalt, unter anderem in Hamburg, wo Fernandes selbst auftrat.
