Es ist der Donnerstag voriger Woche, als Peter Kaiser an das Pult im Kärntner Landtag tritt. Ein besonderer Moment, ist es doch das letzte Mal, dass der SPÖ-Mann als Landeshauptmann hier spricht. Kaiser ist für seine geschliffenen Reden bekannt. Aber diesmal ist es gar nicht so wichtig, was er sagt. Oder wie. Sondern das, was danach passiert. Nachdem sich die Abgeordneten aller Fraktionen erhoben haben, um zu applaudieren, schreitet Erwin Angerer ans Rednerpult.
Als FPÖ-Chef ansonsten oft die lauteste Stimme der Opposition in Kärnten, wendet er sich persönlich an Kaiser. Freunde seien sie zwar nie geworden, sagt Angerer, “dafür kennen wir uns noch zu wenig”. Aber: “Du hast mir immer das Gefühl gegeben, dass das mit dir möglich wäre.”
