In Rheinland-Pfalz das Ministerpräsidentenamt verloren, in München den Oberbürgermeister und in Baden-Württemberg nur mickrige 5,5 Prozent geholt: Die SPD steckt in der Krise. ZEIT-Autor Robert Pausch kommentierte, die SPD sei der Hausmeister des Staates geworden, kaum jemand frage, wovon die Partei noch träumt. Auf den SPD-Politiker Carsten Brosda trifft das nicht zu – er gibt hier eine Antwort.
Dem Land seiner Träume solle man treu sein, nicht dem Land, in dem man jeden Morgen aufwache. Diesen klugen Ratschlag des US-Philosophen Richard Rorty kann ich umstandslos auch meiner Partei gegenüber anwenden. Denn ich will der SPD meiner Träume treu sein. Und ich muss zugleich gestehen, dass die SPD, mit der ich derzeit oft den Alltag verbringe, von diesem Traumbild ein ganzes Stück entfernt ist.
