Als David Bowie am 8. Januar 1997
seinen 50. Geburtstag mit einem Konzert im New Yorker Madison Square
Garden feierte, bekam er eine Torte überreicht, für die er sich bedankte. Zum
Publikum sagte er dann: “I don’t know where I’m going from here, but I
promise I won’t bore you.” Besser kann man das energetische Versprechen
der Popkultur kaum zusammenfassen: Mein weiß nicht, was kommt – aber es wird in
jedem Fall nicht langweilig.
Knapp 30 Jahre später hat Donald Trump dieses Erfolgsrezept politisiert. Im Leben des US-Präsidenten mag es zwar
einige wenige ideologische Konstanten geben, etwa die obsessiv gehegte Fantasie,
wonach die USA von fremden Mächten ausgeplündert werden, doch im Grunde scheinen
seine Überzeugungen relativ austauschbar. Das macht nicht zuletzt der
Irankrieg deutlich. Hatte Trump sich im Wahlkampf noch als kostensensibler
Isolationist präsentiert, der das amerikanische Imperium aus der geopolitischen
Schuldenfalle holt, führt er nun einen Krieg, der
allein in der ersten Woche 13 Milliarden US-Dollar verschlang.
