Die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes hat ihre Teilnahme an einer Demonstration für die Opfer sexualisierter Gewalt in Hamburg wegen mutmaßlicher Morddrohungen abgesagt. “Eigentlich plante ich dort hinzugehen, dort zu sprechen.
Mittlerweile gibt es aber ernsthafte Sicherheitsbedenken, aufgrund von
Morddrohungen gegen mich”, schrieb Fernandes auf der
Plattform Instagram. “Ist das Eure Art, liebe Frauenhasser, damit
umzugehen? Wie sollen denn Frauen künftig den Mut haben, aufzubegehren,
wenn das Eure Antwort ist – man so mundtot gemacht wird?”, fügte sie
hinzu.
Bei der Demonstration am Donnerstag in Hamburg werden
Tausende Menschen erwartet. Nach Polizeiangaben wurden 7.500
Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Veranstaltung auf dem Rathausmarkt angemeldet. Am vergangenen Sonntag
waren bereits in Berlin zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen.
Das Thema bekommt aktuell mehr Aufmerksamkeit, nachdem die Schauspielerin Collien Fernandes am Donnerstag Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen publik gemacht hatte. Sie wirft ihm langjährige sexualisierte Gewalt vor. Ulmen bestreitet die Vorwürfe.
In den letzten Tagen wurden Stimmen laut, Frauen durch die Gesetzgebung stärker vor sexualisierter Gewalt im digitalen Raum zu schützen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) bereitet ein Gesetz vor, das unter
anderem das Erstellen und Verbreiten sogenannter sexualisierter
Deepfakes unter Strafe stellen soll.
Deepfake-Videos sind mithilfe von künstlicher Intelligenz gefälschte Videos, die täuschend echt wirken. Sie können Ausschnitte mit realen Personen enthalten, die jedoch nie so stattfanden, sondern künstlich erzeugt wurden.
