Stress ist der Lustkiller Nummer eins, heißt es oft. Wenn Mental Load und echte Erschöpfung etwa durch Arbeit, Haushalt und Erziehung zusammenkommen, lässt oft die Energie in der Beziehung nach. Völlig normal. Nur versteckt sich hinter fehlender Nähe und Lust auch das, was Paare glauben, was gerecht ist und vor allem, wer für wen sorgt. Nicht nur emotional, sondern auch sexuell. Was Frauen und Männer vermeintlich wollen und zu leisten haben, sei noch immer bei vielen fest in bestimmten Rollenbildern verankert, sagt Julia Henchen. “Das ist nicht naturgegeben, das ist gelernt.”
Lustlosigkeit sei selten ein “Du bist mir nicht wichtig”, sondern habe oft strukturelle, gar politische Gründe. Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm spricht Julia über falsche und unausgesprochene Erwartungen, die viele Paare unter Druck setzen und auseinandertreiben. Und weshalb gerade viele heterosexuelle Paarbeziehungen längst nicht so emanzipiert sind, wie wir es uns gerne erzählen.
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Julia Henchen berät Paare und Einzelpersonen in allen Fragen rund um Beziehung und Sexualität. In ihrem Podcast Kopf aus – Lust an spricht sie vor allem über Lustlosigkeit und deren Hintergründe, ebenso wie in ihrem gleichnamigen Buch dazu. 2026 erscheint unter dem Titel Macht, Lust und Begehren ihr aktuelles Buch. Mehr
zu Julia gibt es auf ihrer Website. - In dieser Folge erwähnen wir eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zum Weltfrauentag 2026, wonach sich traditionelle Rollenbilder gerade unter jungen Menschen wieder verstärken könnten.
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Melanie Büttner und dem ZEIT-Ressortleiter Wissenschaft, Sven
Stockrahm, auf Instagram unter @dr.melanie.buettner und @svensonst.
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