Vier Wochen sind es her, dass Gisèle Pelicot ihre Memoiren in Deutschland vorstellte. Seitdem wurden in New York bekannte Luxusimmobilienhändler schuldig gesprochen, jahrelang Frauen unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben. Seitdem wurde in Freiburg ein Universitätsmitarbeiter verurteilt, weil er mehr als 800 Frauen heimlich mit Kameras in Badezimmern gefilmt haben soll. Seitdem ist am Münchener Landgericht der Prozess gegen einen Mann weitergegangen, der gestanden hat, seine Freundin monatelang betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt zu haben. In den vergangenen Monaten standen in Erfurt, Berlin, Aachen, Frankfurt und anderen Städten Männer wegen ähnlicher Vorwürfe vor Gericht. Und dann sind da immer wieder neue Hinweise aus den Epstein-Files. Das Verhältnis von Männern und Frauen, schrieb ZEIT-Autorin Viktoria Morasch zuletzt, ist eine Trümmerlandschaft.
