
Wenn die Verhandlungen verhakt sind, es nicht weitergeht, dann greift Alexander Dobrindt zu einem Mittel, das unter Sozialdemokraten gefürchtet ist. Er fragt, ob man sich nicht mal nur zu zweit zusammensetzen wolle, vielleicht auch etwas essen? Diese Treffen dauern mal eine Stunde, mal anderthalb. Das Ergebnis ist meist dasselbe, egal, ob es junge oder altgediente Bundestagsabgeordnete trifft, männliche oder weibliche: „Danach ist man Dobrindt-Fan“, fasst es ein SPD-Innenpolitiker halb anerkennend, halb schaudernd zusammen, der noch nicht vom Bundesinnenminister zur Seite genommen worden ist, es aber schon einige Male beobachtet hat.
