Viele Menschen in Deutschland glauben einer Studie zufolge an
vermeintlich naturgegebene Unterschiede zwischen verschiedenen Ethnien
und Kulturen. So stimmten zwei von drei Befragten der Aussage zu, dass bestimmte
Kulturen “fortschrittlicher und besser” seien als andere, wie aus der Erhebung des Deutschen Zentrums für
Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) hervorgeht. Knapp die
Hälfte vertrat die Ansicht, dass gewisse Gruppen “von Natur aus
fleißiger” seien als andere. 36
Prozent der Befragten stimmten der Aussage
zu, dass es unterschiedliche “Rassen” gäbe.

Für die Studie wurden von Oktober 2025 bis Januar
2026 rund 8.200 Menschen mithilfe eines Online-Tools befragt. Die Ergebnisse sind den Angaben zufolge
repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland im Alter zwischen 18 und 74
Jahren. Die Studie ist Teil des
Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa). Dieses langfristig
angelegte Forschungsprojekt erhebt und analysiert im Auftrag der
Bundesregierung Daten zur Situation von Menschen, die von rassistischen
Zuschreibungen betroffen sind.

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