
Jens Zemke, Sie waren unter anderem viermal deutscher Bergmeister und Sieger der Hessen-Rundfahrt 1999. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren allerersten Profisieg?
Jens Zemke: Zu meiner Zeit war das nicht so klar getrennt, wann ich Profi und wann ich Amateur war. Ich bin etliche Jahre bei großen Amateurmannschaften gefahren wie Olympia Dortmund. Da waren wir eigentlich schon Profis, haben Gehalt verdient, sind mit einem Bus angekommen und mit Profis gemeinsam Rennen gefahren. In diesem fließenden Übergang kann ich leider nicht sagen, welcher genau mein erster Profisieg war.
Jermaine, Sie haben vorige Woche Ihr Rad erstmals als Erster über die Ziellinie bei einem Profirennen gesteuert . . .
Jermaine Zemke: Es war die völlige Ekstase! Es war die fünfte Etappe der Tour du Ruanda. Von den Zuschauermassen fühlte es sich an wie Tour de France. Ich wusste, dass man in der letzten Kurve vor einer recht kurzen Zielgeraden vorne dabei sein muss. 50 Meter davor geht der Schwung in der Gruppe ein bisschen verloren, ich habe aber noch vollen Speed drauf. Ich fahre tatsächlich als Erster um die Kurve, nur war es dort nass . . .
