Am Ende habe sein Team „ein verrücktes Spiel“ überstanden, so der 61 Jahre alte Flick. Der Trainer sah in der ersten Halbzeit neben tollem Angriffsfußball seines Teams auch zahlreiche Ballverluste und Fehler in der Defensive. Vor allem die hohe Abwehrreihe lud Newcastle zu mehreren gefährlichen Vorstößen und den beiden Ausgleichstreffern durch Anthony Elanga ein.
Doch ein Foulelfmeter kurz vor dem Pausenpfiff ließ die Partie kippen. „Das war wichtig“, sagte Flick, „nach der Pause wollten wir dann den Ball besser kontrollieren und tiefer verteidigen.“ Und das tat sein Team. Nach der Halbzeitansprache von Flick wirbelte Barcelona im ersten K.o.-Runden-Spiel im Camp Nou vor Zuschauern seit mehr als sechs Jahren Newcastle eine Viertelstunde lang völlig durcheinander.
Angetrieben wurde das junge Team vom wieder einmal überragenden Raphinha, der seit der Ankunft von Flick in Barcelona im Sommer 2024 zu einem der besten Offensivspieler der Welt geworden ist. Zwei Treffer erzielte der Brasilianer, drei bereitete er vor. Zusammen mit Lamine Yamal, Robert Lewandowski und Fermín López bildet er in dieser Saison ein unberechenbares Offensiv-Quartett. „Wir wollen immer attackieren und nach vorn spielen.“
Im Fokus steht aber auch Flick, nicht nur wegen seines offensiven Fußballs mit fast drei eigenen Treffern im Schnitt pro Spiel, sondern auch wegen seiner Zukunft. Flick ist noch bis zum 30. Juni 2027 an den spanischen Meister und Pokalsieger gebunden. Die Katalanen wollen die Zusammenarbeit mit dem früheren Bayern- und Bundestrainer in Kürze verlängern. Flick sagte vor dem Spiel gegen Newcastle: „Ich habe nicht in meinem Kopf, noch einmal woanders hinzugehen. Das ist mein letzter Klub, es ist mein letzter Job.“
Mit der Verkündung könnte es noch etwas dauern. Flick will mit Barcelona in diesem Jahr den Meistertitel verteidigen und nach mehr als zehn Jahren wieder den Champions-League-Titel holen – den ersten nach der Generation um Lionel Messi, Xavi Hernández und Andrés Iniesta. Im Viertelfinale geht es nun gegen Atlético Madrid, gegen das Barcelona in dieser Saison im spanischen Pokal bitter ausgeschieden war.
