
Einmal werden die Zuschauer des WDR-Magazins „Monitor“ Georg Restle noch als Moderator erleben, am 26. März. Danach steht jemand anderes an seiner Stelle; wer, das ist beim WDR noch nicht entschieden. Restle indes, der die Redaktion von „Monitor“ seit 2012 leitet und das Magazin moderiert, übernimmt zum 1. Juni die Leitung des ARD-Studios in Nairobi.
WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni verabschiedet Restle mit warmen Worten Richtung Kenia. Er stehe für „hintergründigen und kritischen Journalismus mit Rückgrat“. Bei „Monitor“ habe er „mit seinem exzellenten journalistischen Kompass stets große Zusammenhänge aufgezeigt und deutlich gemacht, was sie für Menschen hier in Deutschland bedeuten“.
Der Habitus von „Monitor“
Er freue sich „sehr auf die neue Herausforderung, der ich mit großer Demut begegne“, sagte Restle. Es gehe ihm „vor allem darum, die Berichterstattung aus afrikanischen Ländern in der ARD zu stärken und die großen Themen aus diesem riesigen Berichterstattungsgebiet einem deutschen Publikum näher zu bringen, gerade weil sie auch von hoher Relevanz für uns sind. Ob Geopolitik, Migration oder die neuen Kriege um Rohstoffe, damit habe ich mich bei ,Monitor’ journalistisch beschäftigt – das wird mich auch in Nairobi beschäftigen. Insoweit entspricht die neue Aufgabe auch meinem journalistischen Anspruch, Themen und Geschichten nach vorne zu bringen und Menschen zu Wort kommen zu lassen, die sonst nicht gesehen oder gehört werden.“
Der hohe Ton, in dem die Mitteilung des WDR formuliert ist, passt zum Habitus von „Monitor“. Unter Restle hat es sich vom journalistischen zum ultralinken ideologischen Projekt entwickelt. Wie Restle arbeitet, konnte man letztes Jahr in extremer Ausformung in der kontrafaktisch gestalteten Sendung „Volk in Angst: Wie mit Verbrechen Politik gemacht wird“ beobachten, in der er zu beweisen können glaubte, dass Ausländerkriminalität kein Problem, sondern eine Erfindung „rechter“ Politiker sei: ein Paradebeispiel für öffentlich-rechtlichen Politaktivismus, der sich als Journalismus ausgibt.
