Statistisch gesehen erkrankt etwa jede vierte Frau und jeder achte Mann im Laufe des Lebens an
einer Depression. Was nicht immer bedeutet, keinerlei Kraft mehr zu haben. Stattdessen gehen viele Menschen weiterhin zur Arbeit, kümmern sich um die Familie, scheinen alles im Griff zu haben. Hier erklärt Eva-Lotta
Brakemeier, Psychotherapeutin und Professorin an der Universität Greifswald, woran sie eine Erkrankung trotzdem erkennt – und was ihr selbst in vier depressiven Episoden geholfen hat.
DIE ZEIT: Frau Brakemeier, momentan wird viel über hochfunktionale Depressionen gesprochen. Ist das nicht ein Widerspruch in sich?
