
Alles sieht so aufgeräumt aus. Wie die grünen Werkbänke übereinandergestapelt sind. Wie die orangen Abstellböcke in der weiten Halle platziert sind. Wie die Plastikflaschen, das Werkzeug, die Kleinteile in den blauen Kisten sortiert sind. Noch vor wenigen Wochen haben hier Industriearbeiter voller Hoffnung Werkzeuge für die Autoindustrie produziert. Jetzt ist alles vorbereitet für den Insolvenzverwalter. „Wir übergeben ordentlich, das ist schwäbisch“, sagt Helmut Reiber, Geschäftsführer von Werkzeugbau Laichingen und der letzte, der noch im Betrieb übrig geblieben ist.
Das heißt, ab und zu begegnet er noch Mitarbeitern, die trotz des bitteren Endes noch letzte Kleinigkeiten zu erledigen haben. Die Hoffnung hatte getrogen, der kleine Mittelständler auf der Schwäbischen Alb muss nach 134 Jahren aufgeben. „Seid Ihr gleich weg?“, fragt einer der Übriggebliebenen. Reibers „Frohe Weihnachten“ zum Abschluss des kurzen Gesprächs hat einen merkwürdigen Klang.
