Die G7-Staaten wollen Öltanker und Frachtschiffe in der Straße von Hormus von Kriegsschiffen begleiten lassen. Das verkündete der französische Präsident Emmanuel Macron nach einer von ihm
geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten
zu den wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs. Um solche Eskorten zu gewährleisten, sei die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig,
sagte Macron.
“Die Voraussetzungen dafür sind derzeit nicht gegeben. Die Meerenge ist
ein Kriegsschauplatz, aber diese Arbeit muss organisiert werden”, sagte der französische Präsident. “Das
haben wir vorgeschlagen, parallel dazu eine Zusammenarbeit mit
Reedereien, Transportunternehmen und Versicherern”. Neben Frankreich gehören zu den G7-Staaten Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Großbritannien und Italien.
In einer Erklärung der G7-Präsidentschaft heißt es, eine Arbeitsgruppe solle untersuchen, unter welchen Bedingungen Schiffe eskortiert werden können. Ziel sei es, wieder eine freie Schifffahrt zu ermöglichen.
Von der Leyen verweist auf Bedeutung der Meerenge für Weltwirtschaft
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa sagten nach den G7-Beratungen, dass die unmittelbare Priorität darin bestehe, die Energieflüsse
aufrechtzuerhalten. Dabei sei die Schifffahrt durch die
Straße von Hormus, für die Weltwirtschaft von entscheidender
Bedeutung.
Die Straße von Hormus spielt eine wichtige Rolle im globalen Ölhandel. Seit den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran versucht die Islamische Republik den Schiffsverkehr durch die Meerenge aufzuhalten. An diesem Mittwoch gerieten mehrere Schiffe in und nahe der Straße von Hormus unter Beschuss. Die iranische Militärführung zeigte sich entschlossen, den Schiffsverkehr durch
die Meerenge weiter zu stören.
Marineeinheiten begleiten Handelsschiffe bereits im Roten Meer
Frankreich hat deswegen bereits drei große Kriegsschiffe in die Region verlegt, und
auch Italien, Großbritannien und die Niederlande schickten
Marineschiffe Richtung Mittelmeer.
Einen Schutz von Handelsschiffen
durch Marineeinheiten gibt es bereits seit 2024 im Roten Meer. Dort
bedroht die mit Israel verfeindete und vom Iran unterstützte Huthi-Miliz
die Schifffahrt in der Region.
Hier erfahren Sie alles Wichtige über den Irankrieg.
