Antonio Batinovic war 27, als plötzlich nichts mehr ging. Die schwere Erschöpfung hatte sich über Jahre in sein Leben geschlichen. Schon neben seinem Psychologiestudium arbeitete er viel, kellnerte an den Wochenenden im Restaurant seines Vaters und baute ein Start-up mit auf. Nach dem Studium wurden seine Arbeitstage immer länger, der Schlaf schlechter, das Immunsystem schwächer. Ein Jahr lang rang er mit sich, wegen seiner Erschöpfung zu kündigen – bis er sich endlich dazu entschloss. Heute ist Antonio selbstständiger Content-Creator, postet als @realbatiwutschi Videos zu Freundschaft, Männlichkeit und mentaler Gesundheit. Wie er durch das Burn-out-Syndrom sein Leben veränderte, erzählt er in dieser Folge des ZEIT-Campus-Podcasts Und was macht die Uni?.
Antonio hat in Magdeburg Psychologie studiert. Im Podcast redet er darüber, welches Buch ihn dazu gebracht hat, was gegen die Einsamkeit der ersten Wochen in der neuen Stadt half, wo man am besten feiern konnte und welche Rolle Ahoj-Brause dabei spielte.
Nach dem Studium fokussierte sich Antonio auf die Arbeit in einem Start-up für Ledertaschen. Dort kümmerte er sich um den Social-Media-Auftritt, leitete später die Marketingabteilung. Die Arbeit habe ihm immer Spaß gemacht, die langen Tage am Laptop seien deshalb erst kein Problem gewesen. Doch je mehr das Unternehmen wuchs, desto weniger Raum für Erholung sei geblieben. Freizeit, Sport und Beziehungen: Dafür sei kaum Zeit und vor allem keine Energie übrig gewesen. Die Warnsignale seien deutlicher geworden, sagt er im Podcast: “Ich bin einmal nachts aufgewacht und stand plötzlich bei mir im Wohnzimmer, habe den Laptop aufgeklappt, um die Budgets zu checken.” Immer häufiger sei er krank geworden, von seiner Familie und Freund:innen darauf angesprochen worden, wie schlecht er aussähe. Ein Arzt sagte ihm schließlich, dass er ein Burn-out, ein Erschöpfungssyndrom, vermute. Was Antonio heute anderen in dieser Situation raten würde, verrät er am Ende der Folge.
Und was macht die Uni? wird moderiert von Charlotte Köhler und Christoph Farkas.
