
Die Autokrise macht sich auch in den Geschäftszahlen von Volkswagen und Porsche bemerkbar. Der größte deutsche und europäische Autobauer VW hat
2025 wegen der Zölle von US-Präsident Donald Trump und dem Kurswechsel bei Porsche einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Betriebsgewinn halbierte sich in etwa auf 8,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Der Umsatz stagnierte bei 322 Milliarden Euro. Finanzchef Arno Antlitz sagte, das Jahr sei von geopolitischen Spannungen, Zöllen und hoher Wettbewerbsintensität geprägt gewesen. Die
Restrukturierung bei dem Unternehmen zeige zwar Fortschritte, und der Netto-Cashflow sei besser ausgefallen als erwartet. „Das
aktuelle Ergebnisniveau von bereinigt 4,6 Prozent vor Restrukturierung reicht aber langfristig nicht aus.“
Für das laufende Jahr sagen die Wolfsburger ein Umsatzplus von bis zu drei Prozent voraus. Bei der operativen Rendite haben sie sich vier bis
5,5 Prozent vorgenommen, eine deutliche Verbesserung
zu den 2,8 Prozent im vergangenen Jahr.
Beim Sportwagenbauer Porsche haben das Debakel im China-Geschäft und
milliardenschwere Belastungen durch den Strategieschwenk für einen massiven Gewinneinbruch im vergangenen Jahr gesorgt. Wie der Mutterkonzern Volkswagen am Dienstag mitteilte, belief sich das operative Ergebnis von Porsche 2025 auf 90 Millionen Euro nach knapp 5,3 Milliarden Euro im Jahr davor.
Inklusive Finanzdienstleistungen erzielte die Sportwagenschmiede 413 Millionen Euro (2024: 5,6 Milliarden Euro). Analysten
von Visible Alpha hatten mit knapp einer halben Milliarde Euro Betriebsgewinn einschließlich Finanzdienstleistungen gerechnet. Porsche leidet unter einem Absatzeinbruch in China, gestiegenen US-Zöllen und einer Fehleinschätzung zum Tempo des Umstiegs auf Elektroautos.
Da die Sportwagenfans am Verbrennungsmotor hängen, verlegt sich Porsche wieder stärker auf Modelle mit konventionellen, klimaschädlichen Antrieben. Für 2026 erwartet der Autobauer nach Aussagen auf einer Analystenkonferenz Ende Januar einen weiteren Absatzrückgang, die Rendite soll sich aber erholen auf mehr als fünf Prozent.
