Das doch recht unerschütterliche Selbstbewusstsein der CSU dürfte es vielleicht nur kurz gejuckt haben. Aber selten ist eine Bayern-Wahl so unter dem Radar geblieben wie diese: Während am Sonntag alle Aufmerksamkeit auf das grün-schwarze Kopf-an-Kopf-Rennen in Baden-Württemberg gerichtet war, verlief die Kommunalwahl zwischen Würzburg und Passau fast unter der allgemeinen Wahrnehmungsschwelle.

Dabei ging es für die CSU um einiges: 39.300
Mandate in Kreistagen, Städte- und Gemeinderäten sowie bei
Persönlichkeitswahlen zur Landrätin und zum Bürgermeister waren zu vergeben. Zehn Millionen Bayerinnen und Bayern konnten ihre Stimme abgeben, mehr Wahlberechtigte als in Baden-Württemberg. Angesichts der auch im weiß-blauen Idyll erstarkenden AfD hatte die CSU dabei durchaus einen Ruf zu verlieren. Und zwar den, “ganz klar die Kommunalpartei Nummer eins” (Markus Söder) zu sein.