Mit fiktiven Instanzen ist es so eine Sache. Einmal vom Menschen herbeifantasiert, werden sie erstaunlich schnell erstaunlich real und eigenständig. Fröhlich und frei hoppelt etwa der Osterhase durchs kollektive Bewusstsein, wohl wissend, dass er von dort im wahrsten Sinne nicht mehr wegzudenken ist. Solange er nur Jahr für Jahr delivert und alle von ihm reden, bleibt er lebendig.
Und nicht nur er. Die Erfahrung, wie selbstwirksam und unheimlich machtvoll eingebildete Figuren sein können, musste gerade auch das Model Gigi Hadid mit der Zahnfee machen. Werden erste ausgefallene Zähne in anderen Ländern traditionell aufs Dach und auf den Boden geworfen (Japan) oder nachts von einer kleinen Zahnmaus abgeholt (Frankreich), bringt die Zahnfee in den USA schlicht: Cash. Ganze fünfhundert Dollar in bar waren es, die die Fee unter dem Kissen von Hadids fünfjähriger Tochter Khai hierließ, nachdem sie ihren ersten Zahn bei ihrem Papa verlor, dem einstigen Boyband-Star und Popsänger Zayn Malik. Eine Summe, die, wie Malik nun im Podcast Call her Daddy einräumt, im Nachhinein zu Streit mit seiner Ex-Partnerin Gigi Hadid geführt hat, weil die sie unangemessen hoch fand.
