
Vereinte Nationen: Angriff auf Schule in Iran könnte Kriegsverbrechen sein
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule in Iran mit fast 200 Todesopfern eine umfassende Untersuchung gefordert. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. „Die Verantwortung für die Untersuchung des Angriffs liegt bei den Streitkräften, die ihn durchgeführt haben“, teilte der Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, in Genf mit. „Wir fordern sie auf, die Ergebnisse zu veröffentlichen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten.“
Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren iranischen Staatsmedien zufolge am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs sagten daraufhin, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio erklärte, die US-Truppen würden „nicht absichtlich eine Schule ins Visier nehmen“. Beide Länder wollen den Vorfall prüfen.
