Nach der Tötung von Irans Oberstem Führer
Ajatollah Ali Chamenei ist es an mehreren Orten in der Region zu Protesten gekommen. Bei einem Angriff auf das US-Konsulat in
der südpakistanischen Stadt Karachi wurden mindestens neun Menschen getötet. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von andauernden Zusammenstößen. Die lokale Polizei dagegen teilte mit, dass sie die Teilnehmer des
Protests vertrieben hätten und die Situation unter
Kontrolle sei.
Hunderte Demonstranten griffen laut Polizeiangaben das Gebäude in der Hafenstadt an, woraufhin es zu
Zusammenstößen mit Polizisten und paramilitärischen Kräften gekommen sei. Etwa 25 Menschen sollen dabei verletzt worden sein. Zuvor war eine Gruppe junger Menschen über das Haupttor geklettert und
hatte sich Zugang zur Zufahrt zum Konsulatsgebäude verschafft und einige
Fenster eingeschlagen. Die Polizei setzte Tränengas gegen die
Demonstranten ein, um sie zu vertreiben.
UN-Büro in Brand
In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gingen rund 4.000 Menschen auf
die Straße. Journalisten der AFP berichteten von Schüssen, mit denen vermutlich die
Menge auseinander getrieben werden sollten. Zudem wurde Tränengas
eingesetzt. Nach Angaben der Polizei sperrten die Behörden alle Zufahrtsstraßen zur sogenannten Roten Zone – dem gesicherten
Bereich, in dem sich ausländische Botschaften und der Regierungssitz befinden.
In der Stadt Skardu im Norden Pakistans stürmten Demonstranten ein Büro
der Vereinten Nationen und setzten es in Brand. Schwarzer Rauch stieg
einem Reporter der AFP zufolge aus dem Gebäude auf. Mindestens drei
Fahrzeuge in der Nähe brannten vollständig aus. Auch im
ostpakistanischen Lahore gingen Tausende Menschen auf die Straße.
Demonstrationen auf im Irak
Auch in der irakischen Hauptstadt
Bagdad versuchten Demonstranten, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft
vorzudringen. Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur
sogenannten Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt.
Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf. Sie setzten nach Angaben von Augenzeugen auch Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und
Wasserwerfer ein.
Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen schwere Luftangriffe gegen die Islamische Republik gestartet. Bei einer Attacke
in Teheran wurde der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Als Reaktion griff der Iran daraufhin Israel sowie US-Militäreinrichtungen in mehreren Staaten der Golfregion an. Irans
Präsident Massud Peseschkian bezeichnete Chameneis Tötung als
eine “Kriegserklärung an die Muslime” bezeichnet.
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