Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die
Bevölkerung zur Ruhe auf. “Wir müssen informiert bleiben und Ruhe bewahren”,
schrieb sie auf X. Trotz der Vielzahl der von der Gewalt betroffenen Bundesstaaten fügte sie hinzu, dass im Großteil des Landes alles normal laufe. Das Sicherheitskabinett werde fortlaufend über die Lage informieren.
Der stellvertretende Außenminister der USA, Christopher Landau, schrieb auf X, mit El Mencho sei einer der “blutigsten und rücksichtslosesten Drogenbosse” getötet worden. “Das ist eine großartige Entwicklung für Mexiko,
die USA, Lateinamerika und die ganze Welt. Die Guten sind stärker als die Bösen”, fügte er hinzu.
Die US-Botschaft in Mexiko und die
diplomatischen Vertretungen anderer Länder forderten ihre im Land befindlichen Bürger zu
erhöhter Wachsamkeit auf. Unter anderem wurde vor Gewalttaten in den beliebten
karibischen Urlaubszielen Cancún, Cozumel und Tulum gewarnt. Aufgrund laufender Sicherheitsoperationen und
Straßensperren sollten US-Bürger an den betroffenen Orten bis auf
Weiteres in ihren Unterkünften bleiben, teilte die Botschaft mit.
Auch die deutsche Botschaft warnte auf X, dass es “in verschiedenen Landesteilen zu Unruhen,
Straßensperren und Brandstiftungen” kommt. Wer sich an einem sicheren Ort wie
einem Hotel aufhalte, solle dort bis auf Weiteres bleiben und auf nicht
unbedingt erforderliche Fahrten verzichten: “Versuchen Sie bei Straßensperren
nicht, sich zu widersetzen oder zu flüchten.”
Nordamerikanische Fluggesellschaften sagten am Sonntag Flüge in
mehrere mexikanische Städte ab. Airlines wie United, Southwest und Air
Canada teilten mit, die Städte Puerto Vallarta, Guadalajara oder Manzanillo
würden vorerst nicht mehr angeflogen. Einige Flugzeuge, die bereits auf dem Weg
nach Mexiko gewesen seien, seien auf halber
Strecke umgekehrt.
