Die Bundesschülerkonferenz hat sich gegen ein Nutzungsverbot von sozialen Medien für Jugendliche unter 16 Jahren ausgesprochen. Die Generalsekretärin der Schülervertretung, Amy Kirchhoff, sagte zwar, dass soziale Medien für große psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen sorgten. Ein Verbot, wie es etwa Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fordert, greife jedoch zu kurz.
Kirchhoff verwies vor allem auf einen steigenden Vergleichs- und Leistungsdruck auf sozialen Netzwerken wie Instagram oder TikTok. Hinzu kämen Formen digitaler Gewalt wie Cybermobbing, die für Eltern und Lehrkräfte unsichtbar blieben, weil sie sich beispielsweise in WhatsApp-Chats oder Direktnachrichten abspielten.
Darüber hinaus gebe es auf sozialen Medien Desinformation, eine kaum zu bewältigende Informationsflut und “Algorithmen, die ja auch dazu verleiten, immer weiter auf der Plattform zu bleiben, immer weiter zu liken und immer weiter zu scrollen”. Allerdings betreffe dieses Suchtpotenzial nicht nur Jugendliche, sondern alle Nutzerinnen und Nutzer.
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