
Auch für kleine Unternehmen wird das Auslandsgeschäft immer wichtiger. Doch Vorsicht: Die größten Gewinne oder Verluste machen Sie mit guten oder schlechten Verträgen – das gilt für umfangreiche Lizenz- oder Joint-Venture-Deals wie für Vereinbarungen mit ausländischen Handelsvertretern.
Internationale Verträge zu schließen und zu erfüllen ist etwas anderes, als einem Kunden in Kalscheuren (Nordrhein-Westfalen) Zahnräder zu verkaufen: Die Vertragspartner sind räumlich weit entfernt, haben einen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund und unterliegen den Gesetzen verschiedener Länder.
Schon der erste Kontakt mit Ihrem ausländischen Geschäftspartner entscheidet darüber, ob die Verhandlungen harmonisch verlaufen oder in einem verbissenen Fingerhakeln enden. Dazu sollten Sie sich beizeiten ein wenig mit der Kultur des Landes beschäftigen, und zumindest über Anrede, Höflichkeitsformen, Geschäftsethik, Entscheidungsfindung, Rolle der Geschlechter, Stil bei Besprechungen und Geschäftsbekleidung Bescheid wissen.
Dann geht es ans Eingemachte: Was steht in den Verträgen, auf welche Formulierungen können Sie nicht verzichten, welche bringen Sie in Teufels Küche? Und erst die Bürokratie: Jedes Land hat andere Import- und Exportregelungen. Wichtige Verträge werden Sie natürlich von einem Anwalt prüfen lassen – durch gute Vorarbeit können Sie aber viel Zeit und Geld sparen.
