
Einige Fonds, die Filmprojekte auf den Weg bringen, sind ins Gerede gekommen.
Vif 1
Der 1998 aufgelegte Fonds mit 15 Millionen Euro hat mit Mängeln in den Co-Produktions- und insbesondere in den Vertriebsverträgen der internationalen Projekte zu kämpfen. Zugriff auf die Erlöse hat der ausländische Vertragspartner. Es besteht das Risiko, dass die Gelder in dessen weltweitem Netzwerk zirkulieren können, was von außen kaum nachzuvollziehen ist.
MBP 1
Das gilt auch für den 1998 gestarteten Fonds MBP 1, in den 648 Anleger rund 40 Millionen Euro investierten. Fehler bei strategischen Partnerschaften im Filmvertrieb führen dazu, dass neben der ausländischen Gerichtsbarkeit auch zu zahlende Vorkosten mögliche Prozesse erschweren. Bleiben Erlöse aus, werden die Mittel für eine Klage häufig knapp. Diese Zwangslage nutzen die Partner oft aus.
MBP 2
Bei dem 2000 aufgelegten, rund 58 Millionen Euro schweren Fonds entstand zudem eine Lücke zwischen Projektzusagen und dem eingesammelten Kapital. Es wurden teure Zwischenfinanzierungen nötig. Zudem ist bei der Filmauswahl zu stark auf ein einzelnes Projekt gesetzt worden. Auch wenn Filmfonds in einem Unternehmensgeflecht agieren, birgt das die Gefahr von Interessenkollisionen.
Rund 14,2 Milliarden Euro haben Filmfonds seit 1996 bei deutschen Investoren eingesammelt. Der weitaus größte Anteil der Gelder floss in Hollywood-Produktionen.
