Der Kurzfilm «Moon Unit» über eine Teenagerin, die mit ihrer bipolaren Mutter in Dresden aufwächst, ist beim internationalen Filmfestival «Schlingel» prämiert worden. Der 20-minütige Coming-of-Age-Film von Marlene Tanczik zeichne das raue und zugleich zärtliche Porträt der jungen Moonie in den Nullerjahren in der Dresdner Neustadt, heißt es in der Laudatio.
Zerrissen zwischen der Fürsorge für ihre Mutter und der Chance auf ein Auslandsjahr in Schottland müsse sich das junge Mädchen zwischen Freiheit und Verantwortung entscheiden. «Die Kamera lässt uns nicht nur zuschauen, sondern mitten drinstehen. Wir halten die Situation gemeinsam mit den Figuren aus.» Der Film «Moon Unit» setzte sich in der Rubrik «Spielfilm national» bei den Kurzfilmen durch.
81 Kurzfilme im Wettbewerb
Den internationalen Wettbewerb bei den Kurzfilmen gewann der norwegische Beitrag «Drahtzieher» von Torfinn Iversen. Er zeigt den Angaben zufolge, wie ein Junge sein Leben zwischen abwesendem Vater und erschöpfter Mutter in Einklang bringen und sich in einer komplizierten Beziehung zu seinem Freund zurechtfinden muss. Die Jury sprach von einem ergreifenden Drama, das sich vor der eisigen Kulisse Norwegens entfalte.
Auf dem Filmfestival für Kinder und junges Publikum werden 194 Filme aus 60 Ländern gezeigt. Im Wettbewerb konkurrieren 58 Lang- und 81 Kurzfilme um verschiedene Preise.
Weitere Preisverleihung am Wochenende
Ausgezeichnet wurden auch die Animationsfilme «Immerhin» aus Deutschland und «Hundeleben» aus den Niederlanden. Das Kinderfilmfestival dauert noch bis Sonnabend. Zum Abschluss werden dann die besten Langfilme prämiert.
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